Vollautomatische Montage von Zylinderkopfdichtungen

Dieser PR-Bericht wird Ihnen bereitgestellt von LWB Steinl.

Moderne Dieselmotoren sind auf ein hohes Niveau bei Effizienz, Leistung und Umweltfreundlichkeit getrimmt. Wichtige Komponenten in diesem High-Tech-Umfeld sind die Zylinderkopfdichtungen, wie sie bei Reinz, Neu-Ulm, entwickelt und produziert werden. Es sind Metall/Gummi-Verbundteile, deren Gummikomponente die durch Spritzgießen montierten Dichtungen sind. Die Produktionstechnik dafür wurde in enger Kooperation mit dem Gummi-Spritzgießmaschinenbauer LWB-Steinl, Altdorf, und der LWB-Automationstechnik, Weinheim, entwickelt.

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Herausforderung war die Montage von bis zu 29 Gummidichtungen auf die Blechplatinen von Zylinderköpfen durch Spritzgießen. (Foto: LWB)

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Herausforderung war die Montage von bis zu 29 Gummidichtungen auf die Blechplatinen von Zylinderköpfen durch Spritzgießen. (Foto: LWB)

Niedrige Treibstoffpreise, geringe Straßenbenutzungskosten und Fahrerlöhne und fallende Grenzen haben ab den 1990er-Jahren langen Lieferketten zwischen Hoch- und Niedriglohnländern begünstigt. Insbesondere für Produkte mit einem hohen Montageanteil. Niedrig entlohnte Handarbeit steht seitdem im Wettbewerb zu kostenintensiven Investitionen in Automatisierungen. Dass Lieferketten nicht nur kurzfristig, sondern auch über einen längeren Zeitraum reißen können, hat die Corona-Krise gezeigt. Dies war aber nur der dramatische Höhepunkt in einem schon länger laufenden Umdenkprozess. Denn schärfere Transportgesetze und weitgehend flächendeckende Straßenmauten verteuerten bereits vor Corona den Überlandtransport. Was die Kostenvorteile von manueller Niedriglohnarbeit schmelzen ließ und die Rückverlagerung samt Automatisierungsinvestitionen wieder attraktiv machte. Nicht zuletzt auch in der Gummiteile-Produktion, die aber wegen der Elastizität der Bauteile deutlich mehr Handhabungs-Know-how erfordert, als bei den deutlich formstabileren Kunststoffteilen.

Automatisierungskompetenz als Projekt-Trigger

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Die von Produktionszelle automatisiert alle Arbeitsschritte der Metallteil-Manipulation vor und nach der Spritzgießmaschine inklusive der Nachkühlung, Entgratung und Qualitätskontrolle und -dokumentation. (Abb.: LWB)
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Hinter der Zutrittsschleuse befinden sich die Lagerrecks für Fertigteile (obere zwei Positionen) und die Übernahmeposition für die Einlegeteile (darunter). (Foto: LWB)
Als die Reinz-Dichtungs-GmbH in Neu-Ulm, eine Tochterfirma der US-amerikanischen Dana-Gruppe, im Jahr 2018 nach einem Partner zur Konzeption einer hoch- bis vollautomatisierten Produktionszelle zur Spritzgießmontage von Gummidichtungen auf Zylinderkopfplatinen suchte, kam der Gummi-Spritzgießmaschinenbauer LWB-Steinl aus Altdorf bei Landshut auf die Short-list. Dazu Reinz-Projektleiter Mario Bauer: „Bei der Partnersuche wurde uns schnell klar, dass die Liste mit Firmen, die auf eine Expertise beim Handling gummielastischer Formteile in der angepeilten Komplexität verweisen konnten, tatsächlich short sein würde. Letztendlich blieb nur LWB-Steinl übrig. Den Ausschlag dafür gab deren 2017 gegründetes Tochterunternehmens LWB-Automation, deren Referenzen uns ins Gespräch kommen ließ. Und zu besprechen gab es genug. Denn unser Plan war, bis zu 29 Dichtungen aus Fluor-Kautschuk an den Durchgangsöffnungen für Öl- und Kühlwasser von Zylinderkopf- Blechplatinen durch Spritzgießen zu montieren, und zwar alle auf einmal in einem Spritzgießzyklus. Doch bis es so weit war, gab es einiges zu entwickeln. Es wäre zu lange, die gesamte Evolutionsgeschichte des Projekts bis zur Produktionsreife nachzuerzählen. Nur eines: Es brauchte rund ein Jahr und mehrere Gesprächsrunden mit den Spezialisten des LWB-Maschinenbaus und der LWB-Automation, in denen wir uns schrittweise dem Vollautomatik-Konzept der Produktionszelle annäherten. Im Rückblick gesehen war es beeindruckend, wie mit jeder Gesprächsrunde die Produktionszelle vereinfacht und die Zykluszeit reduziert werden konnten. Letztendlich entschieden wir uns für einen 6-Achs-Roboter mit zusätzlicher Längsverfahrachse als zentralem Akteur. Durch ihn konnten alle Fertigungsoperationen von der Blechteil-Übernahme, dem Einlegen in und das Entnehmen aus der Spritzgießmaschine, der nachfolgenden Entgratung durch Stanzen und die optische Endkontrolle zu einem Gesamtprozess integriert werden.“

Rahmengestell-Spritzgießmaschine für höchste Formstabilität

Ein Stanzteil der Zylinderkopfdichtung wird mittels Roboter in die Schließeinheit eingelegt, mit Gummi umspritzt und anschließend entnommen. Der Roboter besitzt dafür einen Doppelgreifer. (Fotos: Bauer/LWB)

Der Entschluss des Projektteams, die großflächigen Zylinderkopfdichtungen in einem Spritzgießwerkzeug mit Multidüsen-Kaltkanal in einem Schuss mit allen Dichtungen zu versehen, hatte zwei wesentliche Auswirkungen auf die Maschinenauswahl. Einerseits war es die Forderung nach der größtmöglichen Gleichförmigkeit der Schließkrafteinleitung in die ausgeprägt rechteckigen Spritzgießwerkzeuge, andererseits die Notwendigkeit dem ausladenden Doppelgreifer des Roboters den nötigen Freiraum anbieten zu können. Ausladend deswegen, weil damit sowohl das Fertigteil entnommen und nur um einen kurzen Hubversatz weiter die Stahlplatine eingelegt wird. Daraus abgeleitet fiel die Wahl auf eine Vertikal-Spritzgießmaschine mit Rahmen-Schließeinheit. Die Gründe dafür erläutert der technische Leiter von LWB-Steinl, Armin Stütz: „Durch die Rahmenschließeinheit, die wir als einziges Branchenunternehmen im Programm haben, konnten wir die Aufspannfläche bzw. die Heizplattengröße genau auf die Spritzgießwerkzeuge abstimmen. Mit einer Holm-Schließeinheit wären breitere Aufspannplatten zu akzeptieren gewesen und damit vergleichsweise höhere Durchbiegewerte, was angesichts der über die gesamte Breite der Stahlplatine verteilten Dichtungen inakzeptabel hohe Toleranzen bei der Dichtprofildicke und den Austriebsmengen zur Folge gehabt hätte. Nicht so bei der Rahmen-Schließeinheit. Deren Schweißkonstruktion in Kombination mit zwei Druckkissen-Schließmodulen ist insgesamt steifer und formstabiler, was eine höhere Planparallelität unter allen Lastzuständen gewährleistet. Am Ende des Definitionsprozesses stand eine Maschine mit der Typenbezeichnung LWB VRF 6000/160 dual mit 6.000 kN Schließkraft. „Dual steht dabei für zwei von oben einspritzende 160 cm³-Klein-Spritzaggregate, die über zwei 8-fach Kaltkanal-Systeme eine Fluorkautschuk-Mischung in das Spritzgießwerkzeug einspritzen.“

Um rasch die Werkzeuge für die im Wechsel produzierten vier Größenvarianten der Zylinderkopfdichtungen umrüsten zu können, wurden sowohl die Spritzgießmaschine als auch die Stanzmaschine mit Werkzeugwechselvorrichtungen ausgerüstet.

Vollautomatisierter Arbeitsablauf sichert hohe Produktqualität

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Nach der Entnahme aus der Spritzgießmaschine transferiert der Roboter den Verbundteil in eine Nachkühlstationen und danach in die Overflow-Stanze (rechts der Mitte im Hintergrund). (Foto: Bauer)
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In der Stanzstation werden die Overflow-Häute, wo vorhanden, gestanzt und nach unten abgeführt. (Foto: Bauer)
Die gemeinsam konzipierte Produktionszelle fasst alle Arbeitsstationen in einer Rechteck-Konfiguration zusammen. Die Rechteck-Konfiguration ergab sich aus der Anzahl der Arbeitsstation, die größenbedingt nicht im kreis- bzw. kugelförmigem Arbeitsbereich des zentralen 6-Achs-Industrieroboters Platz hatten. Die Lösung dafür war, den Roboter auf eine Schienenbahn (7. Achse) zu stellen und die einzelnen im Karree positionierten Stationen zykluszeitversetzt sequenziell anzufahren. Der Anfang und auch das Ende der Arbeitsfolge befinden sich in der Mitte einer Längsseite. Es sind die Übernahme- bzw. die Übergabepositionen für die Einlegeteile (Stanzteile) und die Fertigteile, die sich hinter einer Zugangsschleuse für das Bedienpersonal befinden. Von dort übernimmt der Roboter die Einlegeteile, passiert dabei eine Dicken-Messstation, mit der ausgeschlossen wird, dass sich zwei durch Adhäsion zusammenklebende Teile auf dem Robotergreifer befinden. Der nächste Arbeitsschritt ist das Einlegen der Stahlplatine in eine Vorwärmstation und dann weiter in die Spritzgießmaschine. Nach der Entnahme aus der Spritzgießmaschine übergibt ihn der Roboter in eine Kühlstation, die sich diagonal gegenüber der Spritzgießmaschine befindet. Der nächste Arbeitsschritt findet in der daneben positionierten Stanzmaschine statt, wo die Overflows im Zentralbereich der Dichtungen ausgestanzt und nach unten hin aus der Maschine abgeführt werden. Nach dem Stanzen übergibt der Roboter das Verbundteil an eine Kamera- Messstation, in der alle Dichtungsbereiche maßlich und auf Vollständigkeit geprüft werden. Auf den Gutbefund folgt als letzter Arbeitsschritt die Übergabe an das Fertigteile-Rack, womit sich der Kreis schließt. Alle Arbeitsschritte werden über eine zentrale Prozesssteuerung koordiniert und überwacht, alle Messergebnisse dokumentiert.
Nach der Projektierungsphase konnte im Dezember 2019 mit dem Bau begonnen werden. Im September 2020 war es dann schließlich soweit und die Anlage hat alle Abnahmetests erfolgreich absolviert und konnte ausgeliefert werden. Dazu Reinz-Projektleiter Mario Bauer: „Es war unser erstes Anlagenprojekt mit LWB-Steinl und daher ein Wagnis mit ungewissem Ausgang. Doch das Wagnis hat sich gelohnt, wie das Endergebnis eindrucksvoll belegt. Erfolgsentscheidend war insbesondere die während der gesamten Projektlaufzeit intensiv gelebte und über die Buchstaben des Auftrages hinausgehende Zusammenarbeit. Ohne sie wäre das Automatisierungsprojekt das anfänglich befürchtete Wagnis mit ungewissem Ausgang gewesen.“
Armin Stütz, der technische Leiter von LWB (l.) und Mario Bauer, Projektleiter bei Reinz können mit berechtigter Genugtuung auf den Abschluss der zweijährigen Projektphase zurückblicken. (Foto: Bauer)

BESUCHEN SIE UNS AUF DER K-2019 VOM 16.-23. OKTOBER IN DÜSSELDORF

Intelligente Maschinen aus dem Hause LWB

In Halle A-14 / Stand A-68 präsentieren wir gemeinsam mit der LWB-Steinl Machinery innovative Möglichkeiten zur Automatisierung des Elastomerteile-Handlings und der Elastomerteile-Bearbeitung.

Erleben Sie erstmals in Düsseldorf unsere “Universelle Fertigungszelle”, die sich reibungslos in Ihre Prozesse – intelligent und effizient – einbinden lässt. Wie der Name schon erkennen lässt, ist die “Universelle Fertigungszelle” universell einsetzbar und kann je nach Bedarf bestückt werden.

Bisher erprobte Module sind:

  1. Hochwertige Klebetechnologie, der Firma Dreibond
  2. Kartuschen Klebetechnologie, eine LWB Automation Eigenentwicklung
  3. Stechen Mechanisch/Pneumatisch oder mit Roboter
  4. Ultraschall Bearbeitung
  5. Oberflächenaktivierung- Plasmaaktivierung

Lassen Sie sich begeistern und besuchen uns auf der K-2019. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Sie finden uns in Halle 14, direkt am Ost-Eingang.
Sie finden uns am Stand A68.

FÜR DIE LWB AUTOMATION ENDET EIN ERFOLGREICHES WOCHENENDE AUF DER FAKUMA 2018

Anstrengende, aber erfolgreiche Tage gingen am Wochenende am Bodensee zu Ende. Die Fakuma 2018 schloss ihre Pforten.

Der Spritzgieß- und Automatisierungstechnik-Hersteller LWB-Steinl war erstmals auf der FAKUMA präsent. In Halle 4 / Stand 4123 präsentierte der LWB-Steinl-Maschinenbau Beispiele seiner Thermoplast- und Elastomer-Spritzgießmaschinen. Darüber hinaus gab die 2017 neu gegründete LWB AUTOMATION ihr Messedebut in Friedrichshafen.

Mit ihrer neuen Gruppenfirma erweitert LWB-Steinl das Maschinenangebot um Handling- und Nachbearbeitungslösungen. Gemeinsam präsentierten Sie eine hoch-automatisierte Produktionszelle zur Herstellung von 2-Komponenten-Wellendichtringen.

LWB AUTOMATION IST DAS NEUE GESICHT AUF DER FAKUMA 2018 IN FRIEDRICHSHAFEN.

Mit der Gründung 2017 hat die LWB Automation das Angebot der LWB-Steinl um Automatisierungslösungen für Elastomer- und den Thermoplast-Spritzguss erweitert.

Die Erweiterung bestehender Anlagen und Konzeption neuer vollautomatisierter Produktionsanlagen erstreckt sich von eigenen Maschinen aus dem Hause Steinl bis hin zu Maschinen gruppenexterner Hersteller.

In Halle 4 / Stand 4123 präsentieren wir gemeinsam mit der LWB-Steinl Beispiele unserer automatisierten Produktionszelle zur Herstellung von 2-Komponenten-Wellendichtringen, die auf der LWB Automationsperipherie basiert.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

LWB AUTOMATION PRÄSENTIERT SICH ERSTMALS AUF DER INTERNATIONALEN BÜHNE

Die DKT 2018 in Nürnberg war die bestmögliche Plattform für die LWB Automation sich erstmals nationalen und internationalen Besuchern zu präsentieren – und das mit sichtlich großem Erfolg.

An der Seite der LWB Steinl galt der innovative Stand der LWB Automation als die Anlaufstelle für Themen rund um Automatisierungslösungen. Eine Vielzahl an interessanten Gesprächen und Diskussionsrunden förderten das Miteinander von Fachmitarbeitern aus der Ingenieurswelt und den interessierten Besuchern.

Die Rückmeldung war großartig. Sowohl durch kompetente Beratung als auch anschauliche Dienstleistungen in Form von 3D-Modellen der einzelnen Automatisierungslösungen war die Entdeckertour durch die Arbeitsweise der LWB Automation zum Greifen nah. Das Highlight für viele war die erstmals ausgestellte Augmented Service Support Lösung über die Technik
der Servicebrillen mit der sich Mitarbeiter via Remote weltweit in Sekundenschnelle direkt in die Werkshallen zu den Automationsanlagen der Kunden schalten können.

Die LWB Automation war gerne ein Teil dieser großartigen Messe und freut sich auch in Zukunft auf Fachausstellungen für die Kontaktmöglichkeit mit Interessenten und für die Betreuung bestehender Kunden präsent zu sein.

AKTUELLES ZUR LWB AUTOMATION IN DER PRESSE

Thema: LWB Automation in der Ausgabe 7-8/2018 des K-PROFI zum überragenden Thema Automatisierung

K-PROFI, die Trend-Plattform für Kunststoff und Kautschuk berichtet unter dem Thema Elstomerverarbeitung und Automatisierung unter Anderem über das 2017 neu geschaffene Angebot der LWB Steinl, die mit der Gründung der LWB Automation, Automatisierungslösungen für Elastomer- und Thermoplast-Spritzgießmaschinen für Eigen- und Fremdanlagen anbieten.

GESAMTEN ARTIKEL IM K-PROFI

AWARD WINNING AUGMENTED SERVICE SUPPORT

Erhalten Sie den benötigten Vorsprung durch Know-How und smarte Service-Lösungen.
Getreu unserem Motto: Smart Automation – For smart Factories!

Mit unseren AUGMENTED SERVICE SUPPORT können wir weltweit in sekundenschnelle mit Ihnen Ihre Automations-Anlagen via Remote begutachten. Managen Sie rund um die Uhr Ihre Service-Cases über unsere APP am Smartphone, Tablet oder Smart Glass auf unserer Service-Plattform. Hier werden unter anderem Ihre Servic-Cases übersichtlich und sicher dokumentiert, so dass Sie Ihre Service-Cases zu 100% nachvollziehen können.

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OCULAVIS UNTER DEN TOP 3 DES DEUTSCHEN GRÜNDERPREIS 2018

 

Oculavis ist unter den drei Finalisten des Deutschen Gründerpreis 2018. Sie wurden nicht nur in der Kategorie Startup nominiert, sondern haben sich auch in mehreren Auswahlrunden gegen rund 300 weitere Nominierte durchgesetzt. Nun haben Sie die Möglichkeit, am 11. September 2018 die bedeutendste Auszeichnung für Gründer in Deutschland zu gewinnen.

AWARD WINNER OCULAVIS

LWB-STEINL: DKT-PREMIERE FÜR AUTOMATIONSLÖSUNGEN

Die Steinl-Unternehmensgruppe, Altdorf, ist auf der DKT 2018 in Nürnberg erstmals mit zwei Messeständen vertreten. Auf einem Stand präsentiert der LWB-Steinl-Maschinenbau Beispiele seiner Thermoplast- und Elastomer-Spritzgießmaschinen. Darüber hinaus gibt die 2017 neu gegründete LWB Automation auf einem weiteren Stand ihr Messedebut. Mit ihrer neuen Gruppenfirma erweitert LWB-Steinl das Maschinenangebot um Handling- und Nachbearbeitungslösungen für elastische Formteile. Eine automatische Bearbeitungszelle wird als Teil einer automatischen Produktionslinie auf dem LWB-Hauptstand in Betrieb zu sehen sein.

Die Steinl-Unternehmensgruppe ist innerhalb der letzten sieben Jahre von zwei auf acht Unternehmen angewachsen. Am Anfang stand eine 1962 von Alfred Steinl gegründete mechanische Werkstätte, aus der die STG (Stanztechnik Gesellschaft) und der Landshuter Werkzeugbau (LWB-Steinl) hervorgingen, in dem ab 1971 Maschinen für die Gummiverarbeitung gebaut wurden. 2011 kam das Biowerkstoff-Entwicklungs- und Verarbeitungsunternehmen Biofibre GmbH hinzu. 2013 wurde der Dichtstoffentwickler und Applikationsmaschinen-Hersteller Dreibond übernommen und 2014 das Joint Venture URP (United Rubber & Plastic Machinery Ltd) für den Maschinenbau in China gegründet. 2015 ging LWB-Steinl eine Kooperation mit der Rema Tip Top AG ein und gründete am Standort Landshut/Altdorf das Unternehmen VulcTech GmbH (Hersteller von Reparaturpressen für Gummiförderbänder). Im gleichen Jahr übernahm die Steinl-Gruppe die italienische Prodicon International Srl. (Entwicklung von Produktion von Gummi-Batch-off-Anlagen).

Die neue LWB-Automation wird im Rahmen ihrer Messepremiere an Hand einer Produktionszelle zur Nachbearbeitung und Prüfung von Gummi-Formteilen ihr Automationsangebot vorstellen. (Abb.: LWB Steinl)

2017 hat LWB-Steinl mit der Gründung der LWB Automation, Weinheim, das Angebot um Automatisierungslösungen rund um den Elastomer-Spritzguss erweitert. Die Produktpalette reicht von Handlinggeräten über modulare Bearbeitungszellen bis zur Konzeption vollautomatischer Produktionsanlagen. Und dies nicht nur in Kombination mit LWB-Steinl-Spritzgießmaschinen, sondern auch für Maschinen sämtlicher Hersteller.

LWB Automation auf beiden DKT-Ständen

Als Referenz präsentiert die LWB Automation auf der DKT 2018 eine Bearbeitungszelle, die zusammen mit zwei Vertikalmaschinen auf dem LWB-Stand in Betrieb zu sehen sein wird. Per Förderband von den Maschinen kommende Gummi/Kunststoff-Verbundteile werden mittels Roboter aufgenommen und vollautomatisch zur Entgratung in eine Stechmaschine eingelegt, entnommen und als Fertigteil ausgegeben. Auf dem eigenen Stand bietet LWB Automation zusätzlich einen Überblick über das Gesamtangebot für die Produktionsautomatisierung.

Vertikalmaschinen mit Portal- und C-Rahmen-Schließeinheiten

Verkettete Produktionsanlage, in der eine VCRS 500/115 C-Rahmen-Maschine mit Thermoplast-Spritzaggregat im Verbund mit einer VRF 1100/160 Portalrahmen-Gummi-Spritzgießmaschine vollautomatisch einen Kunststoff/Gummi-Verbundteil herstellen. (Foto: LWB Steinl)

Auf dem LWB-Stand stehen zwei Beispiele aus dem Vertikalmaschinenprogramm im Fokus der Präsentation. Sie sind zusammen mit einem 6-Achs-Roboter Teil einer Produktionsanlage zur Herstellung eines rotationssymmetrischen Kunststoff/Gummi-Verbundteils. Dessen Basisteil aus Vestamid PA 66 + 30 % GF wird auf einer von oben schließenden C-Rahmen-Maschine in Thermoplast-Ausführung vom Typ VCRS 500/115 (aus der Performance-Baureihe mit vergrößerten Aufspannplatten) produziert. Die C-Rahmen-Maschinen sind bis 1.600 kN von oben schließend verfügbar und bis 2.500 kN Schließkraft von unten schließend.

Die zweite präsentierte Maschine ist eine Portalrahmen-Maschine vom Typ VRF 1100/160, auf der der Polyamid-Zentralkörper mit EPDM (70 Shore) ummantelt wird. Die VR-Maschinen mit einem Stahlplattenrahmen bieten mit ihrer biegesteifen Formenunterstützung gute Voraussetzungen für eine gratarme bis gratfreie Gummiteilherstellung.

Demonstration des EFE-Potenzials zur Heizzeitverkürzung

Die Leistungsfähigkeit des von LWB-Steinl entwickelten und bereits vielfach eingesetzten EFE-Spritzsystems steht im Zentrum der zweiten Produktionsanlage. Es wandelt die Bewegungsenergie aus dem Vorschub des Einspritzkolbens direkt in eine zusätzliche Scherwärme in der Gummimischung um und damit in eine einstellbare Temperaturerhöhung während des Einspritzens. Dies lässt den Vulkanisationsprozess schneller anspringen und ablaufen. Bei den meisten Gummi-Mischungen lassen sich so Heizzeitverkürzungen von 30 bis 50 % erreichen.

Vertikalmaschine mit 4-Holm-Schließeinheit vom Typ VS EFE 3000/4000 – ausgerüstet mit dem EFE-Plastifiziersystem in der höchsten Ausbaustufe wird dessen Potenzial zur Heizzeitverkürzung demonstriert. (Abb.: LWB Steinl)

Auf dem Messestand wird zur Demonstration des EFE-Potenzials eine Vertikalmaschine mit Holm-Schließeinheit vom Typ VS EFE 3000/4000 der neuesten Performance-Bauart zur Verfügung stehen. In Kombination mit einem Nadelverschluss-Kaltkanal und einem Maschinenantrieb über ein Dual-Servomotor-System wird ein dickwandiges Gummi-Formteil produziert. Durch diese Kombination wird der Praxisnachweis erbracht, dass die Vulkanisationsbeschleunigung durch die gezielte Umwandlung von Scherungsenergie auch mit allen Kaltkanalsystemen problemlos und ohne Abstriche bei der Heizzeitverkürzung funktioniert.

www.lwb-steinl.de

LWB Steinl auf der DKT 2018:
Halle 12, Stand 309

LWB Automation auf der DKT 2018:
Halle 12, Stand 413

LWB AUTOMATION IS CURRENT!

For decades, LWB has been setting new, important impulses in the elastomer and thermoplastics industry with technical developments and innovative processes. It was only logical to set up another area within the Steinl Group that covers the automation business. – Dipl.-Ing. Peter Steinl –

After the official start in early 2017, we have been fully operational since September 2017. We now have a highly motivated, talented team of over 30 mechanical and other specialist engineers, customer consultants and support specialists. And the team is likely to grow further.

We help our customers to automate their production sensibly and firmly believe in the power of automation. We aspire to transform inefficient production systems into perfectly individualised, profitable automation solutions in order to realise their full potential.

We have already completed a large number of successful projects in the last six months. This confirms that we are on the right path, a path at your side.

Due to this success, we have already expanded in the beginning of 2018 and acquired two new production halls and additional offices. This allows us to take on and supervise even larger projects and initiatives. Successful innovations simply require space.